marderh.blog

16/10/2008

Postfix: always_bcc

Filed under: — stefan @ 10:06

Postfix kennt eine einfache Möglichkeit jede durchgehende Mail zusätzlich an eine bestimmte Mail-Adresse zu senden. Weil ichs immer wieder vergesse und weils zum debuggen immer wieder sehr nett ist:

always_bcc (default: empty)
Optional address that receives a “blind carbon copy” of each message that is received by the Postfix mail system.

man postconf

11/10/2005

Buchnutzungsbestimmungen

Filed under: — stefan @ 15:46

Nutzungsbestimmungen eines Buches (Work in Progress).

Macht einen wieder mal drauf aufmerksam, wie lächerlich sich die Contentmafia bei digitalen Inhalten gebärdet.
Lächerlich & mühsam & eigentlich gefährlich…

28/2/2005

Pyramiden

Filed under: — stefan @ 19:59

Am nächsten Tag (wemma schon mal da is), sind die Pyramiden von Giza dran. Taxi gechartert und ab gehts. Zuerst allerdings zur (Flüssiggas)Tankstelle, wo schon ca. 1000 Taxis vor uns dran sind (Bild). Auf der Autobahn fragt der Taxifahrer irgendwas auf arabisch (was ich ja noch immer nicht vernünftig gelernt hab). Lona übersetzt ob wir zu irgendeinem “Harram” und irgendwas mit “abu” (Vater) wollen. Ich kombiniere messerscharf, dass wir jetzt wieder mal zu irgendeinem Verwandten des Taxifahrers unterwegs sind um irgendeinen Schmonzes zu erwerben und bleibe beim Nein. Beim Vorbeifahren löst sich das Rätsel: “Harram” heist Pyramide und “Abu al-Hôl” – Vater des Schreckens – ist der Name für die Sphinx. Gut das sind nicht so gebräuchliche Wörter.

Am Parkplatz beim Eingang lassen wir uns eine Kutschenfahrt durch das Gelände aufquatschen. Man gönnt sich ja sonst nix. Nach ein bisserl herumkutschieren zwischen den Pyramiden kommen wir (ganz klar zufällig) zu einem “Setz dich aufs Kamel fürs Photo” Händler. Ich beschliesse beinhart nicht auf das blöde Kamel zu steigen und hart zu bleiben. 10 Sekunden später sitz ich samt Lona drauf, hab einen blöden Fetzen am Kopf und werd von dem Kamelchef photographiert (Bild). Eine weitere Minute später bin ich wieder herunten und streite um den Preis für dieses kurze Vergnügen. 20 Euro will der Wahnsinnige. Ich kann ja bekanntlich nicht normal verhandeln. Entweder ich zahl was gefordert ist oder ich bin sauer. In dem Fall bin ich sauer. Ich biete 5 ägyptische Pfund (70 Cent). Das ist ihm natürlich zuwenig. Ich erhöhe meinen Grant und den gebotenen Preis auf 6 Pfund. Gut dann will er nix, mir auch recht. Anscheinend will ers dann doch und schimpft mir hinterher und ich lass sie ihm. Lona übersetzt nachher die Gespräche zwischen Kutscher und Kamelchef: Mindestens 40 Pfund wollt er erzielen. Pech gehabt, mein Freund. Nach ein bisschen herumfahren wird der Kutscher ausbezahlt und wir gehen zu Fuss durch das Gelände.

Gegen eine kleinen Extra-Eintritt kann man die Sonnenbarke besichtigen. Um den Parkettboden nicht zu beschädigen erhalten wir dümmlich aussehende Stoffschlapfen (Bild). Wir entdecken den Eingang in eine der kleineren Gräber und kraxeln hinunter (Bild). Unten ist es fast unerträglich heiss und stickig. Grad dort muss sich Lona in eine “Syrien is suppa, weils den scheiss Amis…”-Diskussion (war ja noch vor dem Libanon-Abzug) mit Schülerkids verwickeln lassen.

Genug Staub gefressen: Taxi und zurück in die Stadt. Erster Stop: die Sultan Hassan Moschee. Angenehm ist das kurze Abschalten im ruhigen Innenhof, während draussen die Stadt tobt. Noch ein kurzer Sprung auf die Zitadelle, wo der Ausblick über die Stadt sehr erhebend ist und schliesslich zur Al Azhar-Moschee und durch den Touristenbasaar. Kurzes Erfrischen im Hotel und zu Fuss durch die Altstadt und das normale Soukviertel bis weit nach Mitternacht. Dort ist Handeln eher unüblich (im Unterschied zu Syrien) und Lona stösst bei ihren Versuchen auf eher grantige Händler. Trotzdem erwerben wir Blechgeschirr (wofür auch immer) und anderes Zeugs.
Alle Kairo Bilder gibts hier

27/2/2005

Kairo

Filed under: — stefan @ 19:52

2 Wochen Ägypten beginnen für Lona und mich im abendlichen Kairo. Wir verlassen das Hotel gleich wieder und beginnen die Umgebung zu Fuss zu erkunden. Rundherum sind ziemlich viele Kinos, die ägyptische B-Movies bringen und entsprechend viele Kids, die sich dem Blödsinn hingeben. Wir gehen herum, bis uns die Füsse weh tun und dann ab ins Bett.

Am nächsten Tag steht das ägyptische Museum als erstes auf dem Programm. Natürlich gehen wir wieder zu Fuss hin. Sehr super: Das Museum liegt auf einer Verkehrsinsel, die zwei mal fünfspurig umflossen ist (Bild). Halsbrecherisch tänzeln wir durch die Verkehrsflut und überleben sogar. Das Museum selbst, bzw. der unbelebte Inhalt, erfreuen mein Herz. Der belebte Inhalt (lärmende Kretins in Grossgruppen und halbnackte Pensionisten unterschiedlicher Herkunft) ist weniger mein Fall. Ich unterdrücke meine Wut und wir verbringen fast den ganzen Tag drinnen. Abendessen in einer FastFood-Hütte mit verbranntem Fleisch und anderen Köstlichkeiten. Beim anschliessenden Spaziergang entdecken wir einen riesigen Turm (Bild) auf der anderen Seite des Nils und beschliessen dort raufzufahren. Das Hinkommen erweisst sich als weniger trivial, wie zuerst gedacht: Nach diversen Klettereien durch einen Busbahnhof, über eine Autobahnbrücke und anschliessend unter deren Auffahrt durch kommen wir zu dem Turm. Eintritt, bzw. Liftticket, ist sauteuer, dafür ist ein Getränk (und ein pappiger Kuchen) in dem drehenden Restaurant inbegriffen. Auf der Plattform weht sehr starker Wind, so dass wir Mühe haben die Aussicht mit offenen Augen zu geniessen. Irgendein Typ, eingepackt wie ein wandelnder Teppich, erklärt gegen Bakschisch die Richtungen der Ausfallsstrassen. Ab ins drehende Restaurant: Der Tee ist Lipton (BTW: Ich hasse Euch – ihr Lipton Mistviecher) der Kuchen sehr süss und pampig. Originellerweise dreht sich das Ding etwas unrund und schleift an bestimmten Stellen kreischend.

Beim Zurückmarschieren zum Hotel treffen wir auf ein Regierungsgebäude (Bild) und die amerikanische Universität (Bild), wo fotographieren anscheinend verboten ist. So lernen wir auch noch diverse (der überreichlich vorhandenen) Polizisten kennen. Syrien ist grad populär und wir können weiter. Bei einem grossen Markt stolpern wir über ein Cafe (eher eine Trinkhalle), wos (eigentlich nur) Bier und schon schwer angeschlagenes Personal gibt (El Horryia Cafe).

2/2/2005

Umzug

Filed under: — stefan @ 14:40

Der Umzug von 1140 nach 1180 ist endlich (nach fast einem Jahr Vorlaufzeit) vollbracht. Vielen Dank nochmal an alle die mitgeholfen haben und/oder dabei etwas lädiert wurden…

25/12/2004

visited countries

Filed under: — stefan @ 12:22

Spülerei

Visited Countries
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Da gibts noch einige weisse Flecken zu füllen!

24/9/2004

Wasser

Filed under: — stefan @ 20:10

Im Prinzip wär die neue Wohnung jetzt eigentlich fertig und eigentlich wollten wir noch die letzten Dinge fertigmachen (Armaturen etc.) und schön langsam mit dem Umsiedeln von meinem (Lonas ist schon grossteils dort) Zeug beginnen. Aber nein:
Das Schicksal schlägt wieder mal zu und lässt zwei unbedarfte Tussis in der Wohnung über uns für sich arbeiten.
Normaler Arbeitstag für mich und Lona ist unterwegs nach OÖ. Irgendwann am Vormittag ruft mich die Sekretärin des Hausbesitzers an: “Der Herr Dr. XY unter ihnan, beschwert sich weil bei ihm Wasser von der Decke rinnt”.
Na Super. Im ersten Moment neige ich natürlich dazu die Schuld bei uns zu suchen und Lona und ich haben noch keine Wohnungsversicherung. Lona grad noch erwischt, in letzter Minute in Hütteldorf noch aus dem Zug nach OÖ geholt und in die Wohnung geschickt. Nachteil dabei ist, dass Lonas Handy-Akku, wie immer unaufgeladen, nicht mehr viel Strom liefert und ich sie nicht mehr anrufen kann. Eine dreiviertel Stunde später reisst mir der Geduldsfaden. Ich nehm ein Taxi und fahr auch hin. Lona begrüsst mich mit: “Bitte reg dich nicht auf”. Ich reg mich aber auf. Und wie ich mich aufreg. Ich trete ein paar Einrichtungsgegenstände durch die Gegend und gebe unseren Oben-Nachbarinnen phantasievolle Namen, die haupsächlich auf einer Mischung von verschiedenen Bezeichnungen für weibliche Geschlechtsorgane, Prostituierte und diversen Tieren beruhen.
Nach ein paar Minuten hab ich mich wieder etwas im Griff und schau mir die ganze Sauerei ein bisschen genauer an. Schadensaufnahme
Nach einer Stunde taucht die erste der zwei Tussis auf. Ihr naives Wesen und ihr Ausschnitt, die mich unter anderen Umständen erfreut hätten, beruhigen mich etwas. Dankenswerterweise gibt sie sich eher devot :-) . Bei einem goscherten Wort hätt ich wahrscheinlich den Boden mit ihr aufgewischt.
Im Prinzip reduziert sich das ganze auf einen Versicherungsfall aber der verzögerte Einzug und die ganzen Unannehmlichkeiten sind schon Scheisse. Jetzt wird mal einige Zeit (mind. 3 Wochen) mit grossen Luftentfeuchtern getrocknet und dann geht die Renovierung von vorn los.

14/9/2004

Warenvielfalt am Beispiel von Dosenlinsen

Filed under: — stefan @ 00:51

Es lebe der Kapitalismus und die unendliche Warenvielfalt. Schmäh.
Ich will Linsen kochen und versuche Dosenlinsen zu kaufen.
Klingt einfach.
Ist es aber nicht.
Der Gspritzenbilla in den Ringstrassengalerien hat keine (mehr). Auch kein Problem. Lona angerufen.
Lona geht durch diverse andere Supermärkte und *Überraschung*:
Es gibt scheinbar an diesem Tag überall keine Dosenlinsen.
Scheiss angebliche Konsumgesellschaft.
Gezwungenermassen mit mässigem Erfolg mit grtrockneten Linsen gekocht. Irgendwie krieg ich damit nicht den optimalen “Biss” hin.
Das Linseneintopf-Rezept:

Zutaten:
Selchspeck
Kabanossi
Dosenlinsen
Saure Gurken
Zwiebel
Lorbeerblätter
Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
(Mengen nach Gefühl :) )

Zubereitung:
Selchspeck würfeln und im Topf auslassen. Kleingeschnittene Zwiebel dazutun und glasig werden lassen. Währenddessen die Gurken und die Kabanossi in Scheibchen schneiden und die Kabanossi in einer Pfanne knusprig anbraten. Zu Speck und Zwiebel die Linsen in den Topf dazugeben. Ein Mal umrühren und die Gurkenscheibchen, die Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer auch reinwerfen. Dann ein bisschen (unter manchmaligem Rühren) erhitzen und nach ein paar Minuten die knusprige Kabanossi (ja nach Geschick, mit möglichst wenig von dem ausgeschwitzten Fett) in den restlichen Matsch rühren. Zum Abschluss mit dem Essig abschmecken.
Servieren.
Beilage: Brot

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