2 Wochen Ägypten beginnen für Lona und mich im abendlichen Kairo. Wir verlassen das Hotel gleich wieder und beginnen die Umgebung zu Fuss zu erkunden. Rundherum sind ziemlich viele Kinos, die ägyptische B-Movies bringen und entsprechend viele Kids, die sich dem Blödsinn hingeben. Wir gehen herum, bis uns die Füsse weh tun und dann ab ins Bett.
Am nächsten Tag steht das ägyptische Museum als erstes auf dem Programm. Natürlich gehen wir wieder zu Fuss hin. Sehr super: Das Museum liegt auf einer Verkehrsinsel, die zwei mal fünfspurig umflossen ist (Bild). Halsbrecherisch tänzeln wir durch die Verkehrsflut und überleben sogar. Das Museum selbst, bzw. der unbelebte Inhalt, erfreuen mein Herz. Der belebte Inhalt (lärmende Kretins in Grossgruppen und halbnackte Pensionisten unterschiedlicher Herkunft) ist weniger mein Fall. Ich unterdrücke meine Wut und wir verbringen fast den ganzen Tag drinnen. Abendessen in einer FastFood-Hütte mit verbranntem Fleisch und anderen Köstlichkeiten. Beim anschliessenden Spaziergang entdecken wir einen riesigen Turm (Bild) auf der anderen Seite des Nils und beschliessen dort raufzufahren. Das Hinkommen erweisst sich als weniger trivial, wie zuerst gedacht: Nach diversen Klettereien durch einen Busbahnhof, über eine Autobahnbrücke und anschliessend unter deren Auffahrt durch kommen wir zu dem Turm. Eintritt, bzw. Liftticket, ist sauteuer, dafür ist ein Getränk (und ein pappiger Kuchen) in dem drehenden Restaurant inbegriffen. Auf der Plattform weht sehr starker Wind, so dass wir Mühe haben die Aussicht mit offenen Augen zu geniessen. Irgendein Typ, eingepackt wie ein wandelnder Teppich, erklärt gegen Bakschisch die Richtungen der Ausfallsstrassen. Ab ins drehende Restaurant: Der Tee ist Lipton (BTW: Ich hasse Euch – ihr Lipton Mistviecher) der Kuchen sehr süss und pampig. Originellerweise dreht sich das Ding etwas unrund und schleift an bestimmten Stellen kreischend.
Beim Zurückmarschieren zum Hotel treffen wir auf ein Regierungsgebäude (Bild) und die amerikanische Universität (Bild), wo fotographieren anscheinend verboten ist. So lernen wir auch noch diverse (der überreichlich vorhandenen) Polizisten kennen. Syrien ist grad populär und wir können weiter. Bei einem grossen Markt stolpern wir über ein Cafe (eher eine Trinkhalle), wos (eigentlich nur) Bier und schon schwer angeschlagenes Personal gibt (El Horryia Cafe).