Upd: Debian auf Dell 2850
Hab ein paar schöne Tage damit verbracht auf einem neuen Dell 2850er Debian mit einem 2.6er Kernel zu installieren.
Zuerst wollt der Sack nicht von der Standard-CD installieren.
Gut kein Wunder, der Treiber für den Raid-Controller(LSI) ist nicht dabei.
Mit ein bisschen Google hab ich dann das hier Debian on Dell Servers – Confluence
(debian-dell-2.4.28.iso now contains megaraid2, aacraid, e1000, eepro100, tg3, aic7xxx and several other drivers.
) gefunden und ein Basis-”Woody” mit 2.4.28 er Kernel installiert.
Wir brauchen aber “Sarge” und 2.6.8.
Also “apt” auf Sarge umgestellt und die Kernel-Quellen als .deb-Paket geholt.
Dank “make-kpkg” und Konsorten (Kurzanleitung) geht das bauen von einem Custom-Kernelpaket sehr flott von der Hand.
Nur booten will der Sack damit nicht. Er findet kein Root-FS. Auch gut und kein Wunder: Der megaraid2-Treiber für den Raid-Controller ist ja wieder ned dabei.
Somit von LSI die nötigen Patches dafür geladen und drübergelegt. Super! Das Ding lässt sich trotzdem noch kompilieren. Ein paar kleiner Fehlversuche folgen. Der Treiber heisst jetzt offenbar nicht megaraid2, sondern megaraid_mbox, warumauchimmer…
Wieder mal Booten. Das heisst jedesmal in den Serverraum wabbeln, bis ich mich durchringe dem LiLo append=”panic=1″ mitzugeben, damit er, wenn das Booten des Kernels fehlschlägt, mit dem 2.4er hochfährt. Bis dahin wars relativ sportlich
.
Offenbar hat er jetzt gebootet. Remote drauf zugreifen kann ich nicht. Komisch. Der e1000 -Treiber für die Netzwerkkarte sollt eigentlich mit dabei sein (ist er auch). Wiedermal rübergehatscht.
Aha. Gestoppt wird beim RTC (Realtime Clock Driver v1.12). Null Ahnung was das soll.
Wieder mal Google bemüht. Das Problem ist offensichtlich bekannt und trifft nicht nur mich, sondern auch einen gewissen Zac Bowling und andere.
Ein anerkannter Bug bei Debian ist auch schon.
Offenbar ists ein Problem mit dem ACPI-Zeug von Dell und die offerierte(Interims-)Lösung heisst somit:
append=”acpi=off”. Schön ist das nicht, aber immerhin kommt der Sack jetzt hoch. Damit gehts einstweilen, aber der, damit verbundene, Verzicht auf Hyper-Threading ist auch nichts zum Freuen.
Update:
Sodala
Es hat sich tatsächlich was getan…
Der hässliche (Vermeidungs-) Workaround wurde grade durch einen Besseren ersetzt:
After the install you will probably want to fix the boot scripts so that
hwclock doesn’t halt. The scripts that do this is /etc/init.d/hwclock.sh
and /etc/init.d/hwclockfirst.sh. All that is needed is that these
scripts pass the –directisa option to hwclock whereever it is executed
by the script.
Auf der Debian Buglist schlägt sich das ganze auch nieder:
This is just a workaround but it now allows me to boot Debian stock
kernels with no problem. So far I’ve tried 2.6.8-1-686 and
2.6.8-1-686-smp. All files listed below were modified by adding a
“–directisa” option to the hwclock command. The files and line numbers
modified were:/etc/init.d/hwclock.sh
lines 72, 104, 119/etc/init.d/hwclockfirst.sh
lines 62, 75, 77, 80, 82/usr/sbin/tzsetup
line 148
Es geht voran!





