marderh.blog

29/11/2004

SCO defaced

Filed under: — stefan @ 14:08

Für den Fall, dass sies endlich checken ihre Website zu säubern:

SCO Defaced

Das kommt davon, wenn man grössenwahnsinnig wird.

26/11/2004

Berufsverbote in der BRD

Filed under: — stefan @ 13:36

Das hatten unsere nördlichen Nachbarn doch schon mal unter dem “ach so fortschrittlichen und gütigen” Willy Brandt:


Ein junger Bürger hat sich verdächtig gemacht, der Staat lässt ihn vom Geheimdienst beobachten. Als der Bürger Lehrer werden will, warnen die Geheimen: Der Mann sei dem Staat nicht treu. Eine Kommission verhört den Bürger, seine Antworten missfallen den Kommissionären. Da verbietet ihm der Staat, Lehrer zu sein.

[Aus: Pädagoge als Staatsfeind: Der schlimme Lehrer - UniSPIEGEL - SPIEGEL ONLINE]
[Via: blog.schockwellenreiter.de]

Wundern tut mich das nicht so wirklich, schliesslich sollen unser Kinder ja von systemtreuen Arschkriechern zu Ebensolchen erzogen werden. Dann ist der Rechts-Staat zufrieden und kann sich auf seine Untertanen verlassen. Die fähigsten Arschkriecher dürfen dann auch in Eliteunis was gscheites lernen (gell, Frau Handarbeitslehrerin/Ministerin L. G.). Der Rest darf im übriggebliebenen und kaputtgesparten öffentlichen Bildungswesen, die Zeit bis zur wirtschaftlichen Verwertbarkeit (wahl- und konjunkturweise als Tagelöhner oder Teil der “industriellen Reservearmee”), aussitzen. “Bildung” ist dabei in beiden Fällen eher hinderlich. Es könnt ja jemand auch mal zu Denken beginnen.

Was mich, als geborenen Ostösterreicher, dabei doch irgendwie überrascht ist, dass sowas diskutiert wird. Bei uns kriegst in so einer Situation halt einfach keinen Job und keiner wär je bereit zuzugeben warum. Denken kannst dirs ja dann wohl doch.

25/11/2004

IRC Lauschangriff

Filed under: — stefan @ 12:31


Laut Projektbeschreibung wollen die Forscher ein System entwickeln, das automatisch Profile von Internet-Chattern, Chat-Gruppen und ganzen Chatrooms erstellt, sodass sich jederzeit Fragen nach dem Schema “Wer chattet in Chatroom X über das Thema Y” oder “In welchen Chatrooms wird Thema X diskutiert” beantworten lassen. Unter den Forschungszielen des Vorhabens werden zuvorderst die Erfassung und Auswertung graphenloser Datenmodelle und die Entwicklung neuer Visualisierungstechniken genannt; weniger deutlich ist zu erkennen, dass das “gemeinsam von der NSF und der Intelligence Community geförderte” Projekt die erreichbaren Chatrooms durch heimliche Lauscher lückenlos überwachen und alle Wahrnehmungen mitschneiden soll. Zur Legitimation weisen die Forscher indes ausdrücklich darauf hin, dass Missetäter leicht einen Teenager-Chatroom verwenden könnten, um Terrorangriffe zu planen.

Aus:
[heise online - Großer Lauschangriff auf den Internet Relay Chat]
Ja ja, sehr lustig, Missetäter in Teenager-Chatrooms. Wie könnt das wohl ausschauen:
Osama# Heute grosser Terrorangriff.
Osama# Alle mitmachen!
MAta# Jo! Bin dabei

Es ist schon bedenklich, wieviel Schwachsinn, man den Menschen unter dem Deckmantel der “Terrorbekämpfung” einreden kann. Im Grunde wird obiges System keinen Terroristen von irgendwas abhalten, geschweige denn die Planung eines Anschlags auch nur ein Fuzzi verkomplizieren. Im Grunde gehts doch nur um die Überwachung von uns allen. Die Terroristen sind halt nur das Aushängeschild und die Masse der vertrottelten Schaafe macht das alles mit, um sich ein klein wenig sicherer zu fühlen.
Ich fordere hiermit die Kamera-Überwachung von allen Wohnungen. Schliesslich halten sich Terroristen oft in Wohnungen auf. Und ausserdem sollte ab sofort Lesen & Schreiben verboten werden, da ja Terroristen beides zum Planen von Anschlägen nützen können.
Wie weit gehts noch?

22/11/2004

Wir wollen keine Softwarepatente!

Filed under: — stefan @ 12:49

Aus Anlass der Diskussion im EU-Wettbewerdrat über den (mit Recht!) umstrittenen Entwurf für die “Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen” gibts eine gemeinsame Erklärung von Linus Torvalds (Linux Kernel), Michael Widenius (MySQL) und Rasmus Lerdorf (PHP):

Wir bitten die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, welche im EU-Rat vertreten sind, dringlich, sich der diskussionslosen Annahme des besagten Vorschlags als sogenanntem “A”-Punkt entgegen zu stellen. Im Interesse Europas darf ein solch trügerischer, gefährlicher und demokratisch illegitimer Vorschlag nicht zum Gemeinsamen Standpunkt der Mitgliedsstaaten werden.

Der fragliche Richtlinienentwurf ist trügerisch, da er Laien und sogar solche Juristen, die sich nicht mit den Feinheiten des Patentrechts auskennen zur falschen Annahme verleitet, dass dieser Text Software von der Patentierbarkeit ausschließen würde. Es ist jedoch in Wirklichkeit eine Zusammenstellung der Gesamtheit aller Ausreden, mit denen das Patentwesen schon seit vielen Jahren den Artikel 52 des Europäischen Patentübereinkommens umgeht, um Patente auf Software-Ideen zu erteilen.

Diejenigen, die sagen, dass diese Richtlinie keine Patente auf Software zulassen würde, geben dem Begriff “Software” eine eigenwillige Definition, die Haarspalterei ist. Der richtige Weg, um zwischen Softwarepatenten und Patenten auf computergesteuerte Geräte zu unterscheiden, besteht darin, dass man die Verarbeitung, Bearbeitung und Darstellung von Informationen aus der Definition des Wortes “technisch” für Zwecke des Patentrechts ausschließt, Patente auf Innovationen auf dem Gebiet der Datenverarbeitung untersagt und die wasserdichte Anforderung aufstellt, dass Naturkräfte dazu genutzt werden, physikalische Effekte über die digitale Sphäre hinaus zu steuern.

Die fragliche Gesetzgebung enthält viele Bestimmungen, die hilfreich aussehen, falls jemand das Wort “technisch” im Sinne des gesunden Menschenverstandes interpretiert. Das Patentwesen hat jedoch schon seine eigene Definition dieses Begriffs ausgedrückt und unter Beweis gestellt, und dies ist eine Deutung, die fast alles einschließt, was ein Computer machen kann. Zudem reißt Artikel 5 Abs. 2 des Gesetzgebungsvorschlags alle Barrieren gegenüber der Patentierbarkeit von Software ein, indem er ausdrücklich sogenannte “Programmansprüche” zulässt.

Softwarepatente sind für die gesamte Wirtschaft gefährlich, und besonders für die europäische. Die Gesetzgeber sollten die Warnungen solcher angesehener Organisationen wie der Deutsche Bank Research, des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und PricewaterhouseCoopers beherzigen.

Auf den ersten Blick scheint ein Patent einen Erfinder zu schützen, doch die tatsächlichen Auswirkungen können auch das Gegenteil sein, abhängig vom Gebiet. Das Urheberrecht dient Softwareautoren, während Patente sie potenziell ihrer eigenen, unabhängig erbrachten Leistungen berauben. Das Urheberrecht ist fair, weil es allen gleichermaßen zur Verfügung steht. Ein Softwarepatent-Regime würde das Recht des Stärkeren etablieren, und letztlich mehr Unrecht als Recht schaffen.

Den vollen Wortlaut der Erklärung gibts hier:
[Wir wollen keine Softwarepatente!]
Wir(tm) wollen nämlich auch keine Softwarepatente!
So schauts aus!
Weitere Informationen zum Thema gibts bei:
[nosoftwarepatents.com]
nosoftwarepatents.com banner

19/11/2004

Microsoft verwendet Raubkopien

Filed under: — stefan @ 19:13

Uiuiui, erwieescht…
Die Speerspitze der Pro-Softwarepatent- Intellectual-Propertybewegung verwendet raubkopierte Software (Soundforge) zum Erstellen eines Beispiel-.wav-Files für ihren Mediaplayer und lässt sich blöderweise auch noch damit erwischen:
Da:
[Microsoft uses cracked Software]
Und da auch (franz.):
[Des fichiers pirates dans XP]

Ohne jeden Genierer, diese Konzernscheisser…

Eine Stellungnahme von der Achse des Bösen gibt mittlerweile auch:


In einer heise online vorliegenden Stellungnahme heißt es dazu: “Eine PC-Zeitschrift in Deutschland hat eine Information in einer WAV-Datei entdeckt, die als Platzhalter während der Entwicklung der Windows Media Player Tour in Windows XP genutzt wurde. Der Inhalt dieser Platzhalter-Datei wurde im weiteren Verlauf der Entwicklung mit Hilfe einer lizenzierten Software mit Original-Musik überschrieben. Dabei wurde fälschlicherweise die Information des Platzhalters nicht ersetzt.”

Dass jemand aus Microsoft-Reihen ausgerechnet den Namen Deepz0ne — noch dazu in dieser Schreibweise — als “Platzhalter” verwendet haben soll, erscheint indes mehr als verwunderlich.

Aus:
[heise online - Microsoft: Angeblicher Soundforge-Crack ein "Platzhalter"]

Es is ja schon ein seeehr seltsamer Zufall, wenn man genau den Nick von dem Typen, der das damals gecrackt hat, als “Platzhalter” verwendet. Und dass der “Platzhalter” da drinnen bleibt kann ja auch niemand ahnen, weil das Wav-Format kommt ja von Mircrosoft selbst. Oohh
Und nächste Woche erzählt euch der Onkel Steve aus Redmond eine andere Geschichte, über Innovation, “geistiges” Eigentum und anderen Mist.

Also Kinder:
Wenn das nächste Mal die Contentmafia anklopft, und wissen will was die vielen bunten Filme und die vielen schöne Werke der Musikunst bei euch am Rechner machen, dann sind das einfach nur Platzhalter, damit die Festplatte nicht abhebt. Klar?!

US Wahlbetrug?

Filed under: — stefan @ 18:38

Dass Dabbelju (samt Familie) schon mal ein bissi geschummelt hat, ist ja nix bahnbrechend Neues. Damits diesmal auch ganz sicher klappt, macht mas elektronisch, weils damit ja nicht so leicht nachvollziehbar ist und überhaupt (frei nach Tocotronic): Digital ist besser!


Wissenschaftler der University of California in Berkeley haben eine statistische Analyse zu Ungelmäßigkeiten im Bundesstaat Florida bei der US-Präsidentschaftswahl durchgeführt. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Verwendung elektronischer Wahlmaschinen und einem überproportional hohen Stimmenanteil für George W. Bush gibt.
[...]
Die Wissenschafler sehen in den Zahlen vielmehr Anhaltspunkte dafür, dass entweder schon vor der Wahl die Wahlmschinen mit Stimmen gefüttert wurden oder dass das Ergebnis nach dem Wahlgang durch Software-Manipulationen oder Hacker-Angriffe beeinflusst wurde.

[Aus: heise online - Wissenschaftler stützen These von Wahlbetrug bei US-Präsidentschaftswahl

Im Prinzip wärs mir ja wurscht, wer der Boss von den Wastln überm grossen Teich ist, wenn er nicht auch sonst in der Welt sein Unwesen treiben würd (und dabei is es auch wieder fast egal wer das jetzt konkret in Persona ist). Aber dass das Haupt des Imperialismus sooo ein Koffer sein muss...

Damit nicht alles so bös ausschaut wieder mal was von [Axis of Eve]:
Axis of Eve - Down with Bush

15/11/2004

Bild zum Tag

Filed under: — stefan @ 21:08

Ich hab Wien im November lieb. Da kommt der Ostblockcharme so richtig raus…
Intercont November

14/11/2004

netcentric warfare

Filed under: — stefan @ 20:31

Das Pentagon bastelt also an der Vernetzung seiner Truppen [aus heise online]:


Ziel des militärischen Netzes soll es sein, amerikanischen Militärbefehlshabern und Truppen ein bewegtes Bild der Feinde und Bedrohungen zu geben — “Gottes Blick auf eine Schlacht”. Soldaten sollen im Einsatz einfach einen Laptop öffnen, über Satellit Bilder anfordern und innerhalb von Sekunden auf den Rechner laden können. Das amerikanische Verteidigungsministerium bezeichnet das Netzwerk als “Global Information Grid” (GIG).

Ganz so funktionierts derzeit wohl noch nicht [aus Technology Review]:


Kommunikationsverbindungen sollten die Fahrzeuge untereinander und mit den Kommandeuren in Kontakt halten. Große Datenmengen, etwa in Form von Satelliten- oder Spionageflugzeug-Bildern, sollten über ein Mikrowellen-System transportiert werden. Aber in der Praxis bewegten sich die Einheiten dafür zu schnell und zu weit voneinander weg. In drei Fällen wurden US-Fahrzeuge sogar angegriffen, während sie anhielten, um Informationen über feindliche Stellungen zu empfangen.

*hehehe*
Simma froh. Hauptsache es wird für die Mörderbande noch mehr Geld verbrannt [aus Telepolis]:


Insgesamt geht das Pentagon davon aus, das im nächsten Jahrzehnt mindestens 200 Milliarden US-Dollar für Hard- und Software investiert werden müssten, um den technischen Bedingungen für einen netcentric warfare zu genügen.

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